Ein Kleinod verbirgt sich im Stühlinger: Das Margaretenbrünnele.

Margarete Hartmann, 99 Jahre alt und CDU-Altstadträtin, berichtete heute über ihre Pionierarbeit sowie ihren Einsatz für Grün- und Erholungsräume in Wohngebieten - und das bereits in den 60er Jahren!

Zu dieser Zeit stand Freiburg ebenfalls vor einer großen Stadtentwicklung: der Erweiterung des Stühlingers westlich der Eschholzsstraße.

Ihrem unermüdlichen Willen und dem bürgerschaftlichen Engagement vieler, privater Akteure aus dem Stühlinger ist es zu verdanken, dass der Stühlinger ein grüner und ruhiger Stadtteil geworden ist, in dem man gerne wohnt. Hierbei kämpfte Frau Hartmann für die Bereitstellung von Grün- und Naherholungsflächen, von denen ein Großteil bis heute erhalten werden konnte.

Größtenteils in Eigenleistung wurden anschließend Bänke und Spielflächen errichtet sowie Bäume gepflanzt.

Eine glückliche Fügung ergab, dass ein junger Steinmetz seine Meisterarbeit, ebendiesen Brunnen, anbot und es Frau Hartmann gelang, bei der Stühlinger Bürgerschaft und den ansässigen Unternehmen die erforderlichen finanziellen Mittel einzusammeln.

Seitdem bildet das Margareten-Brünnele, das bei der Einweihung nach Frau Hartmann und all den anderen Margareten und Frauen, die sich im Stühlinger für das Allgemeinwohl einsetzen, benannt wurde, den Mittelpunkt des Franz-Geiler-Platzes und erfreut sich bis heute großer Beliebtheit als Treffpunkt.

Großer Dank gebührt auch Bernhard Leupolz und Gerti Müller, die durch diese gut besuchte Veranstaltung führten. Hierbei wurde der historische Kontext erläutert und auf die ein oder andere, künstlerische Besonderheit des Brunnens aufmerksam gemacht.

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