„Ein gemeinsames Innovationszentrum am Standort Fessenheim könnte Mittel aus
dem europäischen Konjunkturprogramm (Aufbau- und Resilienzfazilität) abrufen
– das ergibt sich aus dem heutigen Kabinettsbeschluss der Bundesregierung und
den Äußerungen der Bundeskanzlerin in der heutigen Regierungsbefragung. Die
Verabredung von Macron und Merkel, mit der Aufbau- und Resilienzfazilität
gemeinsame Vorhaben u. a. im Bereich Wassersoff zu entwickeln, ist eine
großartige Nachricht!“, so von Marschall. In der heutigen Regierungsbefragung
sagte die Bundeskanzlerin im Deutschen Bundestag: „Wir werden, anschließend an
die Agenda Zukunft Fessenheim, hier auch Ansiedlungen haben, die der deutschfranzösischen
Region helfen“. Diese Zusage baut auf dem Aachener Vertrag auf, in
dessen Prioritätenliste der Zukunftsprozess Fessenheim verankert ist.
Dazu Matern von Marschall „Damit rückt ein Innovationszentrum für Wasserstoff
in Fessenheim in greifbare Nähe. Der Weg zur Klimaneutralität Europas sollte von
Deutschland und Frankreich gemeinsam vorangetrieben werden, ein
Innovationszentrum kann dafür ein Leuchtturmprojekt sein“.
Hintergrund:
Insgesamt stehen mit der europäischen Aufbau- und Resilienzfazilität 672
Milliarden Euro für die Abfederung der wirtschaftlichen Folgen der Corona-
Pandemie in Europa zur Verfügung, allein 30 Milliarden Euro werden nach
Deutschland fließen. Mit der heute vom Bundeskabinett beschlossenen Vorlage
werden erstmals konkrete Verwendungszwecke für diesen deutschen Anteil
benannt. Deutschland möchte die Mittel auch zur langfristigen Unterstützung der nationalen Klimastrategie nutzen, unter anderem bei der Entwicklung von
Wasserstofftechnologien. Dabei sieht die Bundesregierung auch das Potential,
gemeinsam mit Frankreich voranzukommen. Das Förderprogramm sieht vor,
Wasserstofftechnologien in industriellem Maßstab zu erforschen und zu erproben.
Noch vor Jahresende soll ein Interessenbekundungsverfahren zu einer
gemeinsamen Förderung von Wasserstoffzentren als deutsch-französisches
„Important Project of Common European Interest“ (IPCEI) eingeleitet werden. Der
Status als IPCEI ermöglicht eine weitreichende staatliche Förderung. Die Chancen
stehen gut, dass Fessenheim als Standort für Wasserstofftechnologie von Mitteln
aus der Aufbau- und Resilienzfazilität profitiert. Fessenheim erweist sich wegen
seiner Nähe zum Gasnetz, der Anbindung an hochleistungsfähige Stromkabel und
vor allem aufgrund der wissenschaftlichen Expertise etwas beim Freiburger ISE als
idealer Standort.

Für Rückfragen: 030-227-7346

Bundeskanzlerin Angela Merkel zur deutsch-französischen Wasserstoffinitiative: https://www.facebook.com/watch/?v=406839703800611

Hier der Download zur offiziellen Pressemitteilung:
Fessenheim, Wasserstoff, Marschall

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