Bewerbung um das Landtagsmandat für den Wahlkreis 46

Liebe Hochschwarzwälder, liebe Dreisamtäler, liebe Freiburger und liebe Breisgauer,

noch vor einem Jahr war jeder von uns der Überzeugung, dass unser Leben in geregelten Bahnen verläuft und wir auf sämtliche (bis dahin bekannten) Herausforderungen bestens gerüstet sind. Ein Virus hat dies auf den Kopf gestellt, zwingt uns zum Innehalten und fordert zugleich engagiertes Handeln.

Viele anstehenden Entscheidungen und Festlegungen werden nicht nur unsere Generation, sondern auch die folgenden betreffen. Leider ersetzt „moralische" Beeinflussung mehr und mehr das Prüfen von Fakten. Wahlmöglichkeiten (Bargeld oder Karte, Auto oder Fahrrad, Fisch oder Fleisch usw.) werden dem Zeitgeist geopfert.

Die CDU, im Unterschied zu anderen Parteien, sieht den Bürger als mündigen Menschen, dem nicht die Hand geführt werden muss. Grundgesetz und Soziale Markwirtschaft sind die Fundamente für konkrete Politik, unabhängig von Geschlecht, Alter oder Religion. Wir sind dem Wohl aller und nicht den Vorteilen oder Ansichten einzelner verpflichtet.

Ich habe daher kein schlechtes Gewissen, wenn ich ein Schnitzel vom heimischen Metzger genieße, während andere sich lieber vegetarisch ernähren. Frisches Holzofenbrot vom Bäcker um die Ecke braucht kein Zertifikat oder bürokratische Norm, denn der persönliche Geschmack entscheidet. Die edle Perl' im deutschen Land ist nun mal das Badner Land, was nicht nur ausgezeichnete Gastronomie und touristische Sehenswürdigkeiten beweisen. Regionalität und Landwirtschaft sind keine politischen Werbesprüche, sondern ein Bekenntnis zur Heimat. Der Spargel, der Wein, das Bier aus der Heimat hat seinen Wert und somit auch seinen Preis. Jeder ist frei und hat die Wahl, dies gilt es zu respektieren. Es hilft nicht, sich öffentlich über die „Fleischindustrie" zu beklagen, wenn man gleichzeitig „Geiz ist geil" lebt. Jeder muss aber bei sich selbst anfangen.

Als CDU wissen wir um die Zusammenhänge zwischen eigenem Einkauf und örtlichen Arbeitsplätzen. Steuereinnahmen müssen von uns zuerst erarbeitet werden, bevor sie andere gerne in unserem Namen ausgeben. Für uns braucht es keine Freitags­demonstrationen von Greta, denn wir gingen und gehen verantwortungsvoll mit Natur und Ressourcen um und nutzen den Korb, statt die Plastiktüte.

Leider haben wir im Land der Tüftler und Denker tatenlos zugesehen, wie der Diesel geopfert wurde. Erkenntnisse und Forschungsergebnisse finden kein Echo, weil die berechtigte Sorge um die Umwelt die Fakten überlagert. Man formuliert auch lieber die Straßenverkehrsordnung „geschlechter­ gerecht", anstatt das Geld sinnvoll in Bildung und Schulen zu investieren. Eher werden Eidechsen in der Landeshauptstadt umgesiedelt, bevor man Warmwasser in den Schul­toiletten anbietet. Bezahlbarer Wohnraum wurde durch unzählige Vorschriften aller Art derart teuer, dass sich - insbesondere junge - Familien den Traum vom eigenen Daheim kaum noch leisten können. Und Rentner haben Angst, dass sich die angesparte Altersabsicherung in Luft auflöst, weil Steuern und Abgaben sie auffressen.

Das ist aber nicht unsere Politik.

Ich kämpfe dafür, dass Werte als Grundlage für den inneren Kompass, ergänzt durch den gesunden Menschenverstand, nicht aus der Mode kommen. Eigenverantwortung darf nie durch Bevormundung ersetzt werden, Toleranz und friedvolles Miteinander sollten keine Einbahnstraße sein. Jeder bringt sich im Rahmen seiner Möglichkeiten in der Gesellschaft ein, ob schwach/stark, jung/alt, gesund oder krank. Schwierig wird es nur, wenn alles als selbstverständlich angesehen wird und Fleiß bzw. Faulheit keine Unterschiede mehr darstellen.

Das darf nicht sein.

Wer interessiert mit vielen unterschiedlichen Menschen (auch außerhalb der Partei) spricht, wird feststellen, dass man Wertschätzung in Sonntagsreden hört, aber im realen Leben nicht spürt. Sei es der Handwerker, der Landwirt, die Verkäuferin, der Lehrer, der Polizist, der Feuerwehrmann oder die Krankenschwester.

Politik muss konkret sein und den Reden müssen Taten folgen.

Im Ehrenamt, u.a. als Präsidentin der Unternehmerfrauen im Handwerk Baden-Württemberg, der Mittelstands- und Wirtschaftsunion (MIT), erfahre ich immer wieder, wie sehr Theorie und Praxis auseinanderklaffen. Konkrete und eigene Erfahrungen aus dem betrieblichen Alltag kleiner Familienbetriebe stoßen, nicht erst seit Corona, auf Interesse und werden immer mehr abgefragt. Der unternehmerische Alltag im Mittelstand wird zum Thema in Vorträgen und Veranstaltungen.
Badner sind ein Volk der Denker, Tüftler, Schrauber, ,,Schaffer", aber auch der Genießer.

Ich möchte Ihnen, liebe Mitglieder, nicht die Welt erklären. Ich höre zu und möchte für Sie einfach Sprachrohr sein:
wo gut gemeint, nicht gut gemacht ist,

wo Bürokratie (badischen) Erfindungsreichtum ausbremst, wo Verantwortung nicht gelebt, sondern nur abgeheftet wird, wo Bevormundung das eigene Denken ausbremst.

Um Ihre Anliegen voranzutreiben, finde ich Wege.

Weitsicht, gepaart mit badischem Durchsetzungsvermögen, könnte mit Ihrer Stimme in den Landtag einziehen. Was ich mache, mache ich immer mit Herzblut, schon seit Jahrzehnten.

Ich biete Ihnen an, Sie und Ihre Anliegen in Stuttgart zu vertreten.

Den Auftrag hierzu können aber nur Sie erteilen. Denn: Sie haben die Wahl.

Zu meiner Person:

  • Ruth Baumann
  • geboren 1966 in Offenburg
  • verheiratet, 1 Sohn (25 Jahre)
  • Abitur an der Heimschule Lender, Sasbach
  • danach Studium an der Albert-Ludwigs­ Universität in Freiburg: Geschichte, Germanistik, Politikwissenschaften mit Abschluss M.A.
  • danach Ausbildung zum Bürokaufmann und seither im eigenen Betrieb (Straßenbau) tätig

  • Juli-August: Vorstellung der Bewerber in den Verbänden und Vereinigungen

  • Anfang/Mitte September: Online-Kandidatenduell jeweils für den Wahlkreis mit der Möglichkeit zum Fragen-Stellen

  • Mitte September: Nominierungsveranstaltungen für die Wahlkreise 46 und 47

Übersicht Landtagswahl 21 Wahlkreis 46 Freiburg I

Es ist Zeit für Verantwortung: Landtagswahl 2021