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CDU - Kreisverband Freiburg
 
 
 
 
 
 
 

Landwasser

 
 

Landwasser

Vorsitzende:


Elvira Röhrig
Spechtweg 21
79110 Freiburg
 
Ehrenvorsitzender:
Walter Haas
 
Stellv. Vorsitzende:
Manfred Körbel
Hans Rehermann
 
Schatzmeister:
Aloys Gutmann
 
Beisitzer:
Günther Eustachi
Peter Kubon
 
 
 
 
CDU FR-Landwasser Vorstand ed Der Ortsvortstand der CDU Landwasser, v.l.n.r.:Peter Kubon, Hans Rehermann, Walter Haas, Manfred Körbel, Matthias Mahler, Elvira Röhrig, Aloys Gutman.

 

Über den Ortsverband


"Der Ortsverband der CDU Landwasser wurde schon bald nach der Gründung von Landwasser ins Leben gerufen. Seither kümmern sich engagierte Bürgerinnen und Bürger in unserem Ortsverband um wichtige Anliegen des Stadtteils. So haben wir uns beispielsweise ganz aktuell für die Einrichtung einer Werkrealschule an der Albert-Schweitzer-Schule, die personelle Ausstattung des Hauses der Begegnung und eine Lösung für das Grundwasserproblem in unserem Stadtteil eingesetzt.
 
Wir unterstützen bei Bundestags-, Landtags- und Kommunalwahlen die Kandidatinnen und Kandidaten der CDU und werben vor Ort für die Inhalte christlich-demokratischer Politik.
 
In regelmäßigen Bürgersprechstunden und bei unseren Info-Ständen im Einkaufszentrum suchen wir den Kontakt mit den Bürgerinnen und Bürgern, um zu erfahren, wo sie der Schuh drückt. Haben wir Ihr Interesse geweckt? Besuchen Sie unsere Internet-Seite, informieren Sie sich an unserem Schaukasten im Einkaufszentrum oder nehmen Sie direkt Kontakt mit uns auf.
 
Wir freuen uns, dass sich über die Jahre hinweg viele Persönlichkeiten in der CDU Landwasser engagieren, die sich auch in anderen Bereichen und in den örtlichen Vereinen für die Anliegen unseres Stadtteils eingesetzt haben.
 
Beispielhaft genannt seien die beiden Ehrenvorsitzenden, der langjährige Stadtrat Walter Haas, und der zwischenzeitlich leider verstorbene Herr Ernst Kasper. Auch auf dem Bild des aktuellen Vorstands erkennen Sie bestimmt das ein oder andere bekannte "Landwasseraner Gesicht".
 
 
Elvira Röhrig Vorsitzende seit 2006
Matthias Mahler Vorsitzender von 1998 - 2006
 

Sommerprogramm 2010 des CDU Stadtbezirksverbands Freiburg-Landwasser

Die Stadt Freiburg und der Mooswald – eine jahrhundertealte Beziehung

Samstag, 14. August 2010, Rundgang im nördlichen Mooswald mit Frau Gisela Maass, Vorsitzende der „Schutzgemeinschaft Freiburger Mooswald“ e.V.
 

Bericht von Elvira Röhrig, 1. Vors. der CDU Landwasser

In der Tat, bis in die Gegenwart lässt sich diese spannungsvolle Beziehung verfolgen, sie hat nie ihre Brisanz verloren.

Mit der Stadtgründung 1120 wurde Freiburg auch das Nutzungsrecht am nördlichen Mooswald verliehen. Seit dieser Zeit entwickelte sich ein enges Abhängigkeitsverhältnis mit vielerlei Nutzungen bis in unsere Zeit. Aber der Wald war nie abhängig vom Menschen. Stattdessen entwickelte sich eine Interdependenz – eine gegenseitige Abhängigkeit.

Um dieser Interdependenz nachzuspüren, folgten 14 Teilnehmer/innen, einige sogar angereist aus Gundelfingen, am 14.08.2010 der Einladung der CDU Landwasser zu einem Rundgang durch den nördlichen Mooswald mit Gisela Maass, die diese Zusammenhänge auf anschauliche, eindrückliche Weise aufzeigte.

Bereits im 13. Jh. wurde im Mooswald gerodet, Felder wurden angelegt. Im 15./16. Jh. ging die Brennholznutzung zurück, Mast- und Weidenutzung gewannen an Bedeutung. Die Waldweide wurde für die Rinderherde genutzt, während die Schweinezucht von der üppigen Eichelmast im Mooswald profitierte. Bemerkenswert ist, dass Eichen nicht gepflanzt wurden sondern ihren Weg über die Burgundische Pforte fanden. Wegen der alten Eichen gehört der größte Teil des Mooswalds zum „Flora, Fauna, Habitat“ Gebiet, das unter dem Schutz der Naturschutzrichtlinie der Europäischen Union zur Erhaltung der natürlichen Lebensräume sowie der wildlebenden Tiere und Pflanzen steht.

Ein prachtvolles Beispiel ist die breitkronige „alte Eiche“ aus der Zeit Maria Theresias im 18. Jh. mit einem Umfang von 5,60 m. Exemplarisch ist hier nachvollziehbar, dass das Holz der Hauptwerkstoff war, die Energiequelle: wichtig als Bauholz, die Rinde zum Gerben, die Früchte zur Mast. Erst als die Kohle kam, hat sich die Nutzung verändert. Das Credo von Frau Maass: Der Wald ist nie statisch, sondern er ist immer in Veränderung begriffen.

Ein Beweis dafür sind die schnell wachsenden Neophyten, die sich als „Fremdlinge“ seit ca. 1500 aus außereuropäischen Regionen bei uns angesiedelt haben. Dazu zählen aus Nordamerika stammende Roteichen, 60-jährige Douglasien und Robinien. Auch wenn diese Bäume ursprünglich keine heimischen Gewächse sind, warnte Frau Maass vor Vorurteilen. Es gelte, den Blick auf den jeweiligen Nutzen zu werfen. So sei die Robinie resistent gegen Umwelteinflüsse, wetterfest und somit z.B. für Spielgeräte geeignet. So ist auch die Baumzusammensetzung deutlich der Veränderung unterworfen.

Auffallend üppig verbreiten sich die spontan eingedrungenen Neophyten wie Traubenkirschen, Lorbeerkirschen, die Kanadische Goldrute und das Drüsen-Springkraut, die das Bild des Mooswaldes sehr verändern.

Entscheidende Einschnitte erfuhr der Mooswald durch die starke Flächenbeanspruchung des Waldes nach dem Zweiten Weltkrieg, seit dem Krieg verlor der Mooswald 300 Hektar. Nach den Stadterweiterungsplänen der 60-er Jahre waren „Entwicklungsbänder“ als Achse von Landwasser nach Westen und Landwasser Nord geplant. Auf Karten von 1968 wurde ein großer Bedarf mit sukzessivem Rückgang des Mooswaldes eingetragen, eine Erweiterung der Stadt quasi als „Megacity“ gekennzeichnet.

Die sich später anschließenden Diskussionen über die Mülldeponien, der jetzige Wolfsbuck, und die Flugplatzerweiterung erregten die Anwohner und zwangen zum Umdenken. Zudem stieg der Bedarf an Gewerbeflächen unaufhaltsam. So wurden zur Haushaltssanierung im Eselswinkel 6 ha Land an die Firma Ikea verkauft und 4 ha an die Firma Möbel Braun. Aus Enttäuschung über den erneuten Waldverlust wurde 1997 die „Schutzgemeinschaft Freiburger Mooswald“ e.V. gegründet.

So bleibt dem Mooswald zu wünschen, dass mit gebündelter Kraft sein Lebensraum noch für zukünftige Generationen erhalten bleibt. Großer Applaus für die Vorsitzende der Schutzgemeinschaft Frau Gisela Maass.


Eine Galerie mit Bildern des Mooswaldrundgangs ist hier zu finden.